Refugium. Es ist Nacht im Leipziger Bahnhof, beim Katholikentag 2016. Auf Einladung der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk singen, lauschen und beten mehr als sechshundert Menschen in der Osthalle des Hauptbahnhofes. Der Bahnhof als Ort der Gottesbegegnung?

Gott als Zuflucht, als Stärkung auf dem Weg, als Ruhe im Sturm? Ein Refugium für Suchende, Ankommende und Abschied- Nehmende, Heimatlose und Vorübergehende?

Die Musik nimmt die liturgischen Spannungsbögen der katholischen Messfeier – vom Eröffnungspsalm über die biblischen Lesungen bis zu den Gebeten der Eucharistiefeier – auf und akzentuiert die expressiven und introvertierten Momente des Gottesdienstes. Der wiederholt gemeinsam gesungene Liedruf „Domine Refugium“ trägt mit seiner langsamen, eingängigen Melodie die menschliche Sehnsucht nach Geborgenheit.

Das Jazztrio MoveDove entfaltet – der sensiblen Komposition folgend
und frei improvisierend – einen warmen, filigranen Klang; die kontemplative Musik wird zum Fluchtpunkt, der innehalten lässt und Frieden ausstrahlt. Im Leipziger Hauptbahnhof ebenso wie beim Hören an anderen Stationen des Lebensweges.


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